Michael Helm

Matinee in Herford entfällt

Es ist ja nichts Neues mehr. Aber nun ist es für meine letzte Lesung vor den Sommerferien auch amtlich: Die Matinee zu Heinrich Heine (Infos) in der Stadtbibliothek Herford am 10. Mai wird entfallen.

Da wir alle nicht wissen, wie es weitergehen wird, würde ich Sie bitten, hier regelmäßig nach zukünftigen Lesungen zu schauen. (Die Webseite ist neben Facebook mein einziger Draht zu Ihnen.)

Natürlich haben wir bereits Lesungen für den Herbst und das nächste Jahr in Planung. Das gilt für die Buchhandlung Herdecke, wie die Stadtbücherei Spenge, als auch die Herforder Stadtbibliothek. Aber es ist der Coronazeit geschuldet, dass die meisten Lesungen noch nicht auf der Veranstaltungsseite angekündigt sind. Das kann sich dann auch relativ kurzfristig ergeben. Wir dürfen alle gespannt sein!

Da die Schulen im Augenblick natürlich damit beschäftigt sind, die Jahrgänge zu betreuen, die vor einem Abschluss stehen und selbstverständlich erst einmal versuchen in den Kernbereichen für Schüler und Eltern da zu sein, finden auch die Lesescoutprojekte im Augenblick nicht statt.

Ich nutze die Zeit, um mich für ein Leben nach Corona vorzubereiten. Ihnen wünsche ich alles Gute. Bleiben Sie gesund. Denken Sie an diejenigen, die Ihre Solidarität und Hilfe brauchen.

Und schauen Sie doch einfach regelmäßig hier vorbei. Auf dem Block gibt es wöchentlich etwas Neues!

Ihr Michael Helm

Sonntag ist Matinee

1838 bricht die in Paris berühmte Schriftstellerin George Sand mit ihren beiden Kindern auf nach Mallorca. Sie will dem kulturellen Trubel entfliehen und erhofft sich für den kranken Sohn Genesung. Mit von der Landpartie: Chopin, ihr Geliebter. Das ist der Stoff für eine der berühmtesten Mallorca-Erzählungen.

George Sand – Ein Winter auf Mallorca
Stadtbibliothek Herford | 08.03.20 | 10.30 Uhr | Infos
Karten gibt es in der Stadtbibliothek oder an der Morgenkasse

Letzter Stimmbandtest…

Ein letzter Stimmbandtest… und dann geht es morgen in der Frühe nach Herford zur Čechov-Matinee. 

Nach Leila und Madschnun in Spenge am vergangenen Mittwoch nun zu einer anderen Liebesgeschichte der Weltliteratur in der Stadtbibliothek Herford. 

Im Stil könnten beide nicht unterschiedlicher sein. Es ist spannend, beide einmal so dicht beieinander zu lesen. Das ist die weite Welt der Literatur. Das ist das Schöne an meinem Beruf. (Infos)

mh

Noch Karten für Čechov

Am kommenden Sonntag ist die erste Matinee in diesem Jahr in der Stadtbibliothek Herford. In neu gestalteten Räumlichkeiten freue ich mich auf die Lesung zu Anton Čechov und seinen Erzählungen. Es sind noch Karten zu bekommen. Also greifen Sie zu…

Infos

Am Sonntag geht´s los…

Erste Lesung im Jahr 2017: Kurt Tucholskys Schloß Gripsholm. Es sind nur noch sehr wenige Karten in der Stadtbibliothek zu bekommen. Das Jahr fängt in Herford also richtig gut an. Jetzt muss ich nur noch meines Premierenlampenfiebers Herr werden.

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Schloß Gripsholm
Eine Sommergeschichte von Kurt Tucholsky
15.01.2017 | 10 Uhr | Stadtbibliothek Herford | Linnenbauerplatz 6 | 32052 Herford | Eintritt: 18,- € (incl. Frühstück) | Infos»

mh

Matineen in Herford im Frühjahr 2017

Michael Helm, Matineen in Herford im Frühjahr 2017Der Vorverkauf für die ersten beiden Matineen 2017 in der Stadtbibliothek Herford beginnt morgen, am 13.12.2016. Ihr könnt die beiden Lesungen um die Liebe, die jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten, noch zu Weihnachten verschenken. Karten gibt es in der Stadtbibliothek (Tel. 05221 189-8040). Los geht es mit einer Premiere, auch wenn ich Kurt Tucholsky schon lange im Programm habe:

Schloß Gripsholm
Eine Sommergeschichte von Kurt Tucholsky
15.01.2017 | 10 Uhr | Stadtbibliothek Herford | Infos (more…)

Noch Karten für Herford-Matinee!

Das Wichtigste vorweg: Für die Herbstmatinee in Herford könnt ihr noch Karten bekommen. Die Lesung ist noch nicht ausverkauft.

Novalis, Stahlstich von Friedrich Eduard Eichens (1845)

Novalis, Stahlstich von Friedrich Eduard Eichens (1845)

Novalis
Der Traum von der blauen Blume
Aus dem Leben und der romantischen Poesie des Friedrich Freiherrn von Hardenberg
13.11.2016 | 10 Uhr | Stadtbibliothek Herford | Linnenbauerplatz 6 | Tel. 05221 189-8040 | Infos»

Es wird eine romantische Herbstlesung. Gönnt euch eine Tasse Kaffee und Frühstück und eine romantische Poesie, wie sie ihresgleichen sucht. (more…)

Eifel Tour am Sonntag

Ich freue mich auf die Eifeltour am Sonntag in der Stadtbibliothek. Es wird die erste Matinee sein, nach einer längeren Pause. Nun geht es wieder los. Und es gibt noch Karten …

Eifel Tour
Von Römern, Rur und romantischer Natur
Literarische Wanderungen NRW
04.09.2016 | 10 Uhr | Stadtbibliothek Herford | Eintritt: 18,- € (incl. Frühstück) | Infos»

Noch Karten für Matinee zu haben!

Für die Matinee am kommenden Sonntag in der Stadtbibliothek Herford gibt es noch Karten. Sie bekommen Eintrittskarten in der Bibliothek (Linnenbauerplatz 6, Herford) oder telefonisch unter Tel. 05221 189-8040.

Eifel Tour
Von Römern, Rur und romantischer Natur
Literarische Wanderungen NRW
04.09.2016 | 10:00 | Stadtbibliothek | Eintritt: 18,- € (incl. Frühstück) | Infos»

Vorverkauf in Herford beginnt

Der Vorverkauf für die erste Matinee in der Stadtbibliothek Herford in diesem Jahr beginnt morgen, den 02.08.2016. Karten für die Eifel Tour bekommt ihr in der Bibliothek am Linnenbauerplatz. Ich freue mich auf die Lesung:

Eifel Impression 2015 | 1

Eifel Tour
Von Römern, Rur und romantischer Natur
04.09.2016 | 10 Uhr | Stadtbibliothek Herford | Infos»

mh

 

Aus dem Block …

Lesungen erwachen aus dem Dornröschenschlaf …

Die Webseite erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf!
Der Schlaf war zu lang und ich hoffe, nicht wieder einzunicken. Aber es besteht immerhin die Hoffnung …

In Planung sind zwei Open-Air-Lesungen mit Musik in Herford und Spenge. Geplant sind die Herbstlesungen in der Stadtbücherei Spenge. Geplant sind die Matineen in der Stadtbibliothek in Herford. Auch in Herdecke wird gesprochen und geplant.

Hurra! Die Kultur wird wieder wachgeküsst!

mh

Campo de´ Fiori

Römische Plätze

Er liegt verwinkelt inmitten der Stadt, als ziere er sich; wenn auch alle Römer ihn kennen. Das Blumenfeld genannt – ins Deutsche übertragen – als wolle man ihn, den Campo de´ Fiori, blumig bezeichnen. Obwohl er seinen Namen den Blumen fiori verdankt, die hier im Mittelalter wild wuchsen, ist er noch immer treffend so benannt. Denn folgt man morgens einer kleinen römischen Gasse – die verstellt ist mit gestauchten Automobilen und Rollern und deren Häuser halb verborgen liegen hinter Bougainvillen, hinter Geranien und Yuccas – dann öffnet sich der bescheidene Platz plötzlich in bunter Farbigkeit vor unseren Augen: Grüne, rote und gelbe Peperoni hängen bei weißen und rötlichen Zwiebeln, neben Knoblauch und über Orangen, Tomaten und Erdbeeren; alles kunterbunt durcheinander, wie auf einer Frühjahrswiese.

Campo de´ Fiori. Gerüche von Kräutern und Gewürzen. Geklapper von Kisten und Ständen. Die alte Zeigerwaage wiegt die Wünsche nach frischem Gemüse, nach Obst aller erdenklichen Sorten in wenigen Münzen auf. Am nächsten Stand wühlt man schon zwischen Sommerhüten und Seidentüchern. Italienisches Palaver schwillt an und ab zwischen den Ständen des morgendlichen Marktes. Und am Rande des Ganzen hockt ein kleiner Hund auf der Fußablage eines Motorrollers. Den Kopf streckt er genüsslich nach oben, als warte er dort, nur die Sonne genießend, auf Herrchen. Dabei betrachtet er das menschliche Treiben des Marktes von einer, für ihn doch exponierten Stelle mit Gleichgültigkeit. Morgens ist er der kleine Herr des Campo de´ Fiori auf seinem Roller. Als gäbe es da einen Zweifel!

Doch der Platz verändert sich im Licht. Obst- und Gemüsestände sind am Nachmittag auf einmal verschwunden und der Campo öffnet sich den Blicken. Dann ragt inmitten des Platzes ein Standbild auf, das im geschäftigen Treiben untergegangen schien. Die düstere Gestalt auf ihrem Sockel hatte den ganzen Morgen unbewegt über die Marktstände geschaut. Nun blickt sie nachdenklich auf den Campo. Das Gesicht des Mannes liegt verborgen unter der Kapuze seiner Mönchskutte. Gerade erst scheint er stehen geblieben. Seine Arme haben sich vor der Kutte verschränkt, seine Hände haben sich nicht zum erlösenden Spruch gefunden; sie schwören nicht ab! Stattdessen, so scheint es, hält er fest an der Gewissheit eines Buches, das er sich selbstbewusst an den Leib drückt. Das Geheimnis seines Gesichtes bleibt unter der Kapuze verborgen. 

Bricht der Abend herein wird der Platz dunkler und die Lampen erleuchten ihn spärlich. Verstohlen tastet das künstliche Licht der Laternen sich über den Campo. Ihn umgeben erleuchtete, kleine Geschäfte. Die Restaurants öffnen, die Tische rings um den Platz füllen sich; das abendliche Leben des Campo de´ Fiori beginnt.

Je finsterer es wird, desto mutiger scheint mir das Licht der Laternen. Gelblich-orange schimmert es zu Füßen des Mönches und klettert langsam empor am sandsteinernen Sockel. Er steht weiterhin ungerührt inmitten des römischen Platzes. Touristen umgeben ihn mit sorgloser Ausgelassenheit, lassen sich am Fuß des Postamentes nieder. Die Menschen genießen ihr Essen, den Wein, die besondere Atmosphäre eines Ortes, der durch sein nächtliches Lichtspiel verzaubert. Ringsum ist Leben, ist Ausgelassenheit und Leichtigkeit.

Das Geheimnis des Platzes liegt jedoch in einer kaum bemerkten Schwere

Sein verborgener Blick liegt auf dem Campo. Was, wenn der einsame Mönch dort oben nicht ausharrte? 1600 n. Chr. hatte man Giordano Bruno hier zum Scheiterhaufen geführt und lebendig verbrannt. Zuvor acht Jahre Haft und der Prozess der Inquisition. In der einsetzenden Dunkelheit schaut er von seinem Postament auf die Menschen in den Bars und Lokalen; inmitten des römischen Lebens, inmitten des sonderbaren Lichtes, das sich zu Giordano Brunos Füßen in der Dunkelheit ausbreitet, als schwele hier noch eine Glut. Hält uns die Dunkelheit einmal umschlungen, sieht man, wie der helle Sandstein des Postaments im kunstvollen Licht flimmert. Die dunkle Bronzegestalt in ihrem Umhang entzieht sich unserem Blick und verschwindet über uns allmählich in finsterer Nacht.

Michael Helm