Michael Helm

Heute Abend in Melle

vom 15. Februar 2019

Morgennatz und Ringelstern in Melle. (Infos) Das Fachwerk 1775 wird wieder ein tolles Ambiente bieten für eine Lesung, die mich seit vielen Jahren begleitet. Bereits vor fast zwanzig Jahren in Düsseldorf im damaligen Schnabelewopski (Heinrich Heine-Geburtshaus) gegeben, habe ich die beiden Humoristen in der Kombination schon so häufig auf die Bühne gebracht, wie kaum eine andere Lesung. Es ist immer wieder schön, vom ästhetischen Wiesel zu erzählen oder zwei Ameisen auf die Reise zu schicken. Ich warte auch heute Abend wieder gerne stundenlang mit Publikum auf Bumerang.

Aber es geht ja auch um die Schattenseiten des Daseins als „Clown“. Viele Humoristen trugen schwer an ihrem Leben. Wer lachen will, muss auch zu weinen verstehen. Das eine geht ohne das andere oft nicht. So machte der Melancholiker Christian Morgenstern den Humor zu seinem Lebensprogramm und zu einer Art Selbsttherapie. Zeitlebens war er – wie seine Mutter schon – lungenkrank. Und Joachim Ringelnatz? Der wurde von den Nationalsozialisten verachtet und ist bettelarm gestorben. Das hinterließ Spuren, auch in seiner Lyrik.

Heute Abend geht es wieder um beide Seiten des Lebens. Ich freue mich, dass mich die beiden Dichter schon ein solch langes Stück Leben begleiten. Mir haben sie viel gegeben, nicht zuletzt die Fähigkeit, manches einmal anders, völlig verquer und um die Ecke gedacht zu betrachten. Das Schwere im Leben zu verlachen, ist eine wunderbare Gabe.

mh

Lesungen jetzt auch in Herdecke

vom 13. Februar 2019

Zusammen mit der Buchhandlung Herdecke wird es 2019 vier Lesungen geben. Unter dem Motto „klein & fein – Literatur im Dachgeschoss“ freue ich mich auf intime literarische Momente in der Buchhandlung, die ich seit Kindertagen kenne. Der Platz ist begrenzt, doch um so gemütlicher wird es. Keine Verstärkung, kein Eventcharakter, einfach nur Literatur für interessierte ZuhörerInnen.

Humorvoll, gesellig, gesellschaftskritisch, nachdenklich, unterhaltsam, anregend, mahnend, informativ, um die Ecke gedacht, skurril und etwas anders soll es sein. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären.

Was Sie erwartet, finden Sie hier unter Lesungen. Der erste Literaturabend ist bereits am 14.03.19. Karten gibt es in der Buchhandlung. Da es wirklich nicht viele Plätze sind, ist eine Voranmeldung oder Kartenreservierung ratsam.

Wir freuen uns auf viel spannende Literatur im Dachgeschoss.

mh

Die Liebe

vom 11. Februar 2019

Es rauscht durch unseren Schlaf
Ein feines Wehen, Seide,
Wie pochendes Erblühen
Über uns beide.

Und ich werde heimwärts
Von deinem Atem getragen,
Durch verzauberte Märchen,
Durch verschüttete Sagen.

Und mein Dornenlächeln spielt
Mit deinen urtiefen Zügen,
Und es kommen die Erden
Sich an uns zu schmiegen.

Es rauscht durch unseren Schlaf
Ein feines Wehen, Seide –
Der weltalte Traum
Segnet uns beide.

Else Lasker-Schüler

Die Dichterin wurde am 11. Februar 1869 in Elberfeld (Wuppertal) geboren.

Lesescout-Tour

vom 03. Februar 2019

Morgen geht’s zu meinen Lesescout-Jungs nach Bünde. Im Gepäck: der Hobbit, große literarische Begeisterung mit viralem Potenzial, pädagogische Erfüllung, Ausdauer & Klamotten. Letztere scheinen da fast unwichtig. ;)

mh

Rückzug in die kreative Einsamkeit…

vom 31. Januar 2019

Die Nacht von Schubert. Violoncello und Gitarre. Die Lektüre für Čechov im März. Zurückgezogenheit. Kreative Einsamkeit…

Čechovs Geburtstag

vom 30. Januar 2019

Das Bild ist gemeinfrei.
Quelle und Licensing bei Wikipedia.

Anton Čechov hatte gestern Geburtstag. Der russische Schriftsteller wurde am 29. Januar 1860 in Russland geboren. Gestorben ist er 1904 in Badenweiler in Deutschland.

Bekannt ist er uns vor allem durch seine Theaterstücke, die noch heute weltweit gespielt werden: Der Kirschgarten, Onkel Wanja, Die Möwe, etc. Er gehört zu den bedeutendsten russischen Autoren.

Ich freue mich, ihn in der Stadtbibliothek Herford in diesem Frühjahr zu lesen. Im Mittelpunkt stehen dann seine Erzählungen. Infos

mh

Stefan Zweig setzt uns matt

vom 23. Januar 2019

Michael Helm liest aus der Schachnovelle von Stefan Zweig: 26.01.19 | Stadtbücherei Spenge | 19.30. Uhr | Infos


Die Erzählung ist so spannend wie kaum eine andere. Dabei scheint sich alles nur um eine Partie Schach zu drehen. Aber warum kann ein Laie plötzlich dem amtierenden Schachweltmeister die Stirn bieten? Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem unbekannten Schachgenie?

Stefan Zweig zieht uns in die Geschichte, verwickelt uns in die Tiefen der menschlichen Psyche. Atemlos folgen wir ihm und am Ende setzt er auch uns matt – ganz en passant.

Der Todestag George Orwells

vom 21. Januar 2019

Am 21. Januar 1950 starb George Orwell in London. Seine Werke sind nie ganz in Vergessenheit geraten und heute so aktuell wie zur Zeit ihrer Entstehung. Im Augenblick läuft 1984 als Bühnenbearbeitung mit großem Erfolg im Düsseldorfer Schauspielhaus. Ich habe die Inszenierung noch nicht gesehen, aber das Stück und die Lektüre des Buches stehen bei mir fest auf dem Programm. Ist es doch immer spannend, einem Werk zu begegnen, das man in seiner Schulzeit gelesen hat. Heute nehme ich es wieder zur Hand mit einem Kopf voller anderer Erfahrungen und neuer Ideen.

mh

Ruhr Tour in Castrop

vom 21. Januar 2019

Die nächste literarische Wanderung. Zu kalt? Mich fröstelt es nicht bei dem Gedanken. Wir werden am kommenden Freitag in der Stadtbibliothek in Castrop-Rauxel bestimmt nicht frieren und uns nicht überanstrengen. Sie lehnen sich zurück und können mir gemütlich lauschen, wenn ich mit Ihnen von Duisburg auf den Kahlen Asten die Ruhr entlang wandere. Es wird eine eher literarische Reise durch eine tolle Region, die uns mit ihren widersprüchlichen Ansichten Heimat geworden ist.

In Zeiten, in denen die letzten Zechen ihre Werkstore geschlossen haben, ist diese Lesung ein wichtiges Statement für eine lebendige Region und mein Zuhause.

25.01.19 | Stadtbibliothek Castrop-Rauxel | 19.30. Uhr | Infos

Impressionen aus Enniger

vom 16. Januar 2019

Europa – Ein literarisches Statement für eine alte Idee am 12.01.19 in der Pfarrhausdeele

Fotos: Gregor Hartmann