Michael Helm

Zeit für einen alten Schmöker …

vom 26. März 2019

Zum 300. Jubiläum seines Erscheinens habe ich mir wieder einmal einen Klassiker hervorgekramt, den ich zuletzt in jungen Jahren gelesen hatte: Robinson Crusoe von Daniel Defoe. Das Buch ist 1719 zum ersten Mal herausgekommen.

Macht es schon Freude, die Schmöker alter Tage mit einem ganz anderen Blick zu lesen, so ist das Vergnügen mit den Bänden der Mare-Buchreihe umso schöner. Wunderbare Ausgaben für Bücherliebhaber, die ihren wohlverdienten Preis haben. Ich halte solche Ausgaben lieber in der Hand, als sie durchzuwischen.

Es ist aufregend, mit reicher gewordener Leseerfahrung durch das Buch zu stöbern, das man einst fast jungfräulich verschlungen hatte. Damals hechelte ich hindurch auf der Suche nach dem Abenteuer. Mehr Zeit bleibt jetzt für jeden Satz, mehr für das einzelne literarische Bild und den einzelnen Gedanken. Auch Genuss will offenbar mit zunehmendem Lesealter erworben sein.

mh

Daniel Defoe, Robinson Crusoe, Mareverlag, 2019, übersetzt von Rudolf Mast

Letzter Stimmbandtest…

vom 23. März 2019

Ein letzter Stimmbandtest… und dann geht es morgen in der Frühe nach Herford zur Čechov-Matinee. 

Nach Leila und Madschnun in Spenge am vergangenen Mittwoch nun zu einer anderen Liebesgeschichte der Weltliteratur in der Stadtbibliothek Herford. 

Im Stil könnten beide nicht unterschiedlicher sein. Es ist spannend, beide einmal so dicht beieinander zu lesen. Das ist die weite Welt der Literatur. Das ist das Schöne an meinem Beruf. (Infos)

mh

Noch Karten für Čechov

vom 20. März 2019

Am kommenden Sonntag ist die erste Matinee in diesem Jahr in der Stadtbibliothek Herford. In neu gestalteten Räumlichkeiten freue ich mich auf die Lesung zu Anton Čechov und seinen Erzählungen. Es sind noch Karten zu bekommen. Also greifen Sie zu…

Infos

Biografieträchtiges

vom 14. März 2019

Heute lese ich zum ersten Mal in der Buchhandlung Herdecke. Es ist schon etwas anderes, an dem Ort zu lesen, an dem man seine ersten Bücher gekauft hat. Das wird heute Abend also biografieträchtig. Auch wenn es um die Herren Morgennatz & Ringelstern gehen wird. Infos zur Lesung.

Comeback

vom 14. März 2019

Nach längerer Unpässlichkeit endlich wieder im Einsatz. Wie hartnäckig manche Viren einem doch auf die Nerven gehen. Glücklicherweise war Karneval und während sich andere draußen vollalkoholisiert den Infekt geholt haben, konnte ich ihn in aller Ruhe mit einem Buch zu Hause auskurieren. Frage ich mich doch, was besser war.

mh

Horden von Dripsdrilis!

vom 01. März 2019

Ich liebe solche Überschriften. Was verbirgt sich aber dahinter? Wer oder was sind denn Dripsdrilis? Zu Karneval könnten wir die richtigen Schlüsse schnell ziehen. Mir begegnete der Dripsdrili allerdings heute im Grimmschen Wörterbuch, was ihn sogleich ins Reich der gepflegten Sprachkultur erheben sollte.

Doch der Dripsdrili ist dort ein „Spottname für einen Menschen, der sich albern und blöd benimmt“. Wie passend, finde ich, da sich an den kommenden Tagen wieder Horden von Dripsdrilis durch Straßen und Städte bewegen werden und die Medienbilder voll von ihnen sind.

Merke: Ich bin mitnichten humorlos. Dripsdrili finde ich urkomisch!

mh

Mehr Licht heute Abend!

vom 27. Februar 2019

Heute Abend bei einer Lesung gegen Rassismus mit den AutorInnen in Herford. Ich wäre gerne ein wenig frischer. Aber im Augenblick lauert ja hinter jeder Tür ein feiger Bazillus …

Infos zur Lesung: Mehr Licht!

Große Nachfrage in Herdecke

vom 20. Februar 2019

Die angekündigten Lesungen in Herdecke „klein & fein – Literatur im Dachgeschoss“ erfreuen sich einer großen Nachfrage. Das freut uns natürlich sehr. Wer noch Karten bekommen möchte für die vier Lesungen, der sollte sich sputen. Reservieren können Sie in der Buchhandlung unter Tel. 02330 2507. Mehr Infos zu den Lesungen.

mh

Heute Abend in Melle

vom 15. Februar 2019

Morgennatz und Ringelstern in Melle. (Infos) Das Fachwerk 1775 wird wieder ein tolles Ambiente bieten für eine Lesung, die mich seit vielen Jahren begleitet. Bereits vor fast zwanzig Jahren in Düsseldorf im damaligen Schnabelewopski (Heinrich Heine-Geburtshaus) gegeben, habe ich die beiden Humoristen in der Kombination schon so häufig auf die Bühne gebracht, wie kaum eine andere Lesung. Es ist immer wieder schön, vom ästhetischen Wiesel zu erzählen oder zwei Ameisen auf die Reise zu schicken. Ich warte auch heute Abend wieder gerne stundenlang mit Publikum auf Bumerang.

Aber es geht ja auch um die Schattenseiten des Daseins als „Clown“. Viele Humoristen trugen schwer an ihrem Leben. Wer lachen will, muss auch zu weinen verstehen. Das eine geht ohne das andere oft nicht. So machte der Melancholiker Christian Morgenstern den Humor zu seinem Lebensprogramm und zu einer Art Selbsttherapie. Zeitlebens war er – wie seine Mutter schon – lungenkrank. Und Joachim Ringelnatz? Der wurde von den Nationalsozialisten verachtet und ist bettelarm gestorben. Das hinterließ Spuren, auch in seiner Lyrik.

Heute Abend geht es wieder um beide Seiten des Lebens. Ich freue mich, dass mich die beiden Dichter schon ein solch langes Stück Leben begleiten. Mir haben sie viel gegeben, nicht zuletzt die Fähigkeit, manches einmal anders, völlig verquer und um die Ecke gedacht zu betrachten. Das Schwere im Leben zu verlachen, ist eine wunderbare Gabe.

mh

Lesungen jetzt auch in Herdecke

vom 13. Februar 2019

Zusammen mit der Buchhandlung Herdecke wird es 2019 vier Lesungen geben. Unter dem Motto „klein & fein – Literatur im Dachgeschoss“ freue ich mich auf intime literarische Momente in der Buchhandlung, die ich seit Kindertagen kenne. Der Platz ist begrenzt, doch um so gemütlicher wird es. Keine Verstärkung, kein Eventcharakter, einfach nur Literatur für interessierte ZuhörerInnen.

Humorvoll, gesellig, gesellschaftskritisch, nachdenklich, unterhaltsam, anregend, mahnend, informativ, um die Ecke gedacht, skurril und etwas anders soll es sein. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären.

Was Sie erwartet, finden Sie hier unter Lesungen. Der erste Literaturabend ist bereits am 14.03.19. Karten gibt es in der Buchhandlung. Da es wirklich nicht viele Plätze sind, ist eine Voranmeldung oder Kartenreservierung ratsam.

Wir freuen uns auf viel spannende Literatur im Dachgeschoss.

mh