Michael Helm

Comeback

vom 14. März 2019

Nach längerer Unpässlichkeit endlich wieder im Einsatz. Wie hartnäckig manche Viren einem doch auf die Nerven gehen. Glücklicherweise war Karneval und während sich andere draußen vollalkoholisiert den Infekt geholt haben, konnte ich ihn in aller Ruhe mit einem Buch zu Hause auskurieren. Frage ich mich doch, was besser war.

mh

Horden von Dripsdrilis!

vom 01. März 2019

Ich liebe solche Überschriften. Was verbirgt sich aber dahinter? Wer oder was sind denn Dripsdrilis? Zu Karneval könnten wir die richtigen Schlüsse schnell ziehen. Mir begegnete der Dripsdrili allerdings heute im Grimmschen Wörterbuch, was ihn sogleich ins Reich der gepflegten Sprachkultur erheben sollte.

Doch der Dripsdrili ist dort ein „Spottname für einen Menschen, der sich albern und blöd benimmt“. Wie passend, finde ich, da sich an den kommenden Tagen wieder Horden von Dripsdrilis durch Straßen und Städte bewegen werden und die Medienbilder voll von ihnen sind.

Merke: Ich bin mitnichten humorlos. Dripsdrili finde ich urkomisch!

mh

Mehr Licht heute Abend!

vom 27. Februar 2019

Heute Abend bei einer Lesung gegen Rassismus mit den AutorInnen in Herford. Ich wäre gerne ein wenig frischer. Aber im Augenblick lauert ja hinter jeder Tür ein feiger Bazillus …

Infos zur Lesung: Mehr Licht!

Große Nachfrage in Herdecke

vom 20. Februar 2019

Die angekündigten Lesungen in Herdecke „klein & fein – Literatur im Dachgeschoss“ erfreuen sich einer großen Nachfrage. Das freut uns natürlich sehr. Wer noch Karten bekommen möchte für die vier Lesungen, der sollte sich sputen. Reservieren können Sie in der Buchhandlung unter Tel. 02330 2507. Mehr Infos zu den Lesungen.

mh

Heute Abend in Melle

vom 15. Februar 2019

Morgennatz und Ringelstern in Melle. (Infos) Das Fachwerk 1775 wird wieder ein tolles Ambiente bieten für eine Lesung, die mich seit vielen Jahren begleitet. Bereits vor fast zwanzig Jahren in Düsseldorf im damaligen Schnabelewopski (Heinrich Heine-Geburtshaus) gegeben, habe ich die beiden Humoristen in der Kombination schon so häufig auf die Bühne gebracht, wie kaum eine andere Lesung. Es ist immer wieder schön, vom ästhetischen Wiesel zu erzählen oder zwei Ameisen auf die Reise zu schicken. Ich warte auch heute Abend wieder gerne stundenlang mit Publikum auf Bumerang.

Aber es geht ja auch um die Schattenseiten des Daseins als „Clown“. Viele Humoristen trugen schwer an ihrem Leben. Wer lachen will, muss auch zu weinen verstehen. Das eine geht ohne das andere oft nicht. So machte der Melancholiker Christian Morgenstern den Humor zu seinem Lebensprogramm und zu einer Art Selbsttherapie. Zeitlebens war er – wie seine Mutter schon – lungenkrank. Und Joachim Ringelnatz? Der wurde von den Nationalsozialisten verachtet und ist bettelarm gestorben. Das hinterließ Spuren, auch in seiner Lyrik.

Heute Abend geht es wieder um beide Seiten des Lebens. Ich freue mich, dass mich die beiden Dichter schon ein solch langes Stück Leben begleiten. Mir haben sie viel gegeben, nicht zuletzt die Fähigkeit, manches einmal anders, völlig verquer und um die Ecke gedacht zu betrachten. Das Schwere im Leben zu verlachen, ist eine wunderbare Gabe.

mh

Lesungen jetzt auch in Herdecke

vom 13. Februar 2019

Zusammen mit der Buchhandlung Herdecke wird es 2019 vier Lesungen geben. Unter dem Motto „klein & fein – Literatur im Dachgeschoss“ freue ich mich auf intime literarische Momente in der Buchhandlung, die ich seit Kindertagen kenne. Der Platz ist begrenzt, doch um so gemütlicher wird es. Keine Verstärkung, kein Eventcharakter, einfach nur Literatur für interessierte ZuhörerInnen.

Humorvoll, gesellig, gesellschaftskritisch, nachdenklich, unterhaltsam, anregend, mahnend, informativ, um die Ecke gedacht, skurril und etwas anders soll es sein. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären.

Was Sie erwartet, finden Sie hier unter Lesungen. Der erste Literaturabend ist bereits am 14.03.19. Karten gibt es in der Buchhandlung. Da es wirklich nicht viele Plätze sind, ist eine Voranmeldung oder Kartenreservierung ratsam.

Wir freuen uns auf viel spannende Literatur im Dachgeschoss.

mh

Die Liebe

vom 11. Februar 2019

Es rauscht durch unseren Schlaf
Ein feines Wehen, Seide,
Wie pochendes Erblühen
Über uns beide.

Und ich werde heimwärts
Von deinem Atem getragen,
Durch verzauberte Märchen,
Durch verschüttete Sagen.

Und mein Dornenlächeln spielt
Mit deinen urtiefen Zügen,
Und es kommen die Erden
Sich an uns zu schmiegen.

Es rauscht durch unseren Schlaf
Ein feines Wehen, Seide –
Der weltalte Traum
Segnet uns beide.

Else Lasker-Schüler

Die Dichterin wurde am 11. Februar 1869 in Elberfeld (Wuppertal) geboren.

Lesescout-Tour

vom 03. Februar 2019

Morgen geht’s zu meinen Lesescout-Jungs nach Bünde. Im Gepäck: der Hobbit, große literarische Begeisterung mit viralem Potenzial, pädagogische Erfüllung, Ausdauer & Klamotten. Letztere scheinen da fast unwichtig. ;)

mh

Rückzug in die kreative Einsamkeit…

vom 31. Januar 2019

Die Nacht von Schubert. Violoncello und Gitarre. Die Lektüre für Čechov im März. Zurückgezogenheit. Kreative Einsamkeit…

Čechovs Geburtstag

vom 30. Januar 2019

Das Bild ist gemeinfrei.
Quelle und Licensing bei Wikipedia.

Anton Čechov hatte gestern Geburtstag. Der russische Schriftsteller wurde am 29. Januar 1860 in Russland geboren. Gestorben ist er 1904 in Badenweiler in Deutschland.

Bekannt ist er uns vor allem durch seine Theaterstücke, die noch heute weltweit gespielt werden: Der Kirschgarten, Onkel Wanja, Die Möwe, etc. Er gehört zu den bedeutendsten russischen Autoren.

Ich freue mich, ihn in der Stadtbibliothek Herford in diesem Frühjahr zu lesen. Im Mittelpunkt stehen dann seine Erzählungen. Infos

mh