Michael Helm

Armer schwarzer Kater

Es gibt Tage im Leben, die kann man sich nur schönsaufen. Man wacht danach auf und hat Kopfschmerzen. Wenn die nachlassen, ist genügend Zeit vergangen und man sieht in doppeltem Sinne klarer. Erstens, weil sich der Alkoholpegel normalisiert hat und zweitens, weil der zeitliche Abstand den scheußlichsten Tag schon wieder heller erscheinen lässt. Einmal emotional runtergekommen, ist die Suppe schon nicht mehr so heiß zu essen, wie sie gekocht wurde. Noch ein paar Gemeingültigkeiten?! Sagt man doch so und es stimmt! Meistens, nicht immer. Mag Herr Trump sich nach der „Wahlschlacht“ noch so zahm gebärden. (more…)

Aus dem Block …

Nacht der Bibliotheken

Heute ist die „Nacht der Bibliotheken“, auch in Spenge. Ich hätte dort heute Abend Kurt Tucholsky gelesen. In C-Zeiten natürlich nicht live.

Dabei hatte ich im Dezember noch gehofft: Im März könnte doch wieder etwas gehen, vielleicht im kleinen Rahmen, vielleicht mit wenig Publikum, hinter Masken und Plexiglaswänden, oder doch ohne Gäste? Jetzt findet die Lesung auch ohne Rezitator statt. Der sitzt, wie Sie, zu Hause und liest sich selbst etwas vor.

Dafür hat die fb-Seite der „Stadt Spenge – Kultur und Stadtmarketing“ einen kleinen Auszug, einen Tucholsky-Schnipsel von mir online gestellt. (Danke dafür an Spenge und die Bücherei.)

Das Thema der Nacht der Bibliotheken ist „Einmischen“. Und Tucholsky hat sich eingemischt und würde es auch heute noch tun. Aber dazu dann später wieder mehr … live, ohne Virus, mit Publikum und Live-Einmischung meinerseits.

Wenn ich körperlich auch nicht anwesend sein werde, geistig bin ich bei Ihnen, ohne den Mut und die Hoffnung aufzugeben. Es kommen bessere Tage.

Einen herzlichen Gruß,
Ihr Michael Helm

Brache

Freitags auf dem Block

brachliegendes land
industriebrache industriekultur museum

sitze seit monaten allein
im museum meiner literatur 
literaturbrache 
sprache bis auf weiteres geschlossen

mh