Michael Helm

Auf ein Wort

»Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst persönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt.«

Oscar Wilde

Tucholskys Schnipsel

„Neben manchem andern sondern die Menschen auch Gesprochnes ab. Man muß das nicht gar so wichtig nehmen.“

Peter Panter in Die Weltbühne, 22.12.1931, Nr. 51

Die klugen Worte verfasste Kurt Tucholsky unter seinem Pseudonym Peter Panter in der Wochenzeitschrift Die Weltbühne. Gegründet hatte diese Siegfried Jacobsohn. Tucholsky war einer ihrer wichtigsten Autoren. Schnipsel nannte er kleine Sätze und Aphorismen, die ihren Gegenstand spitzzüngig auf den Punkt brachten.

Kurt Tucholsky wurde am 9. Januar 1890 in Berlin geboren.

mh

Die Einsamkeit zerstört mich …

„Die Einsamkeit zerstört mich; die Geselligkeit bedrückt mich. Die Gegenwart einer anderen Person wirft meine Gedanken aus der Bahn; ich träume von ihrer Gegenwart mit einer Geistesabwesenheit, wie sie meine gesamte analytische Aufmerksamkeit nicht zu beschreiben vermag.“

Fernando Pessoa
(Das Buch der Unruhe, Fischer, Frankfurt 2006, S. 56)

Aus dem Block …

Brache

Freitags auf dem Block

brachliegendes land
industriebrache industriekultur museum

sitze seit monaten allein
im museum meiner literatur 
literaturbrache 
sprache bis auf weiteres geschlossen

mh

Schweigen

Keine Lesungen. Bis wann?
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