Michael Helm

Nächste Lesung zu George Sand

Die nächste Lesung in Spenge widme ich der französischen Schriftstellerin George Sand und ihrem wohl bekanntesten Buch „Ein Winter auf Mallorca“.

22.09.21 | 19.30 Uhr | Stadtbücherei Spenge | Weitere Infos

Heines Wintermärchen

Die nächste Matinee mit Heinrich Heines berühmtestem Text: Deutschland. Ein Wintermärchen.

Mehr zur Lesung in der Stadtbibliothek Herford am kommenden Sonntag (12.09.21 | Infos)

Open Air in Herford

Am Donnerstag geht’s endlich wieder los:

Hemingway Waits – Used Songs & Stories
Musikalische Lesung mit Michael Helm & Stefan Kallmer (Musik)
Stadtbibliothek Herford | 19 Uhr | Im Hinterhof | Link

Nacht der Bibliotheken

Heute ist die „Nacht der Bibliotheken“, auch in Spenge. Ich hätte dort heute Abend Kurt Tucholsky gelesen. In C-Zeiten natürlich nicht live.

Dabei hatte ich im Dezember noch gehofft: Im März könnte doch wieder etwas gehen, vielleicht im kleinen Rahmen, vielleicht mit wenig Publikum, hinter Masken und Plexiglaswänden, oder doch ohne Gäste? Jetzt findet die Lesung auch ohne Rezitator statt. Der sitzt, wie Sie, zu Hause und liest sich selbst etwas vor.

Dafür hat die fb-Seite der „Stadt Spenge – Kultur und Stadtmarketing“ einen kleinen Auszug, einen Tucholsky-Schnipsel von mir online gestellt. (Danke dafür an Spenge und die Bücherei.)

Das Thema der Nacht der Bibliotheken ist „Einmischen“. Und Tucholsky hat sich eingemischt und würde es auch heute noch tun. Aber dazu dann später wieder mehr … live, ohne Virus, mit Publikum und Live-Einmischung meinerseits.

Wenn ich körperlich auch nicht anwesend sein werde, geistig bin ich bei Ihnen, ohne den Mut und die Hoffnung aufzugeben. Es kommen bessere Tage.

Einen herzlichen Gruß,
Ihr Michael Helm

Über die Zeit …

Die erste Matinee nach dem Lock Down in Herford. Ich freue mich darauf und habe ein Thema ausgesucht, das gerade gut in unsere Zeit passt: Haben wir in den letzten Monaten nicht über die neue Langsamkeit in unserem Leben nachgedacht? Alles schien stillzustehen. Jetzt rast der Alltag wieder schneller denn je. Die Zeit und wie wir sie empfinden ist zentral in unserem Leben und Denken.

Also, wer Lust hat, seine Zeit mit Literatur zu vertrödeln, ist willkommen …
20.09.20 | Stadtbibliothek Herford | 11 Uhr | Infos

Nächste Open Air-Lesung

Letzten Freitag war es in Herford zur Sizilien-Lesung fast trocken, ganz ohne kleine Regenschirmeinlage ging es dann aber zwischendurch doch nicht. Das konnte die Zuhörer*innen offenbar nicht in ihrer besten Laune trüben. War also ein gelungener Start in die C-Saison.

Am Freitag (28.08.20 | 18 Uhr) steht die nächste Open Air-Lesung dann in Bielefeld Brackwede an. Alle Infos zur musikalischen Lesung Leila & Madschnun finden Sie hier, oder Sie laden sich den Veranstaltungsflyer als pdf herunter.

mh

Annäherungen an eine Reise

Freitags auf dem Block

Prolog einer Lesung
Eine fiktive Geschichte mit dem einen oder anderen Körnchen Wahrheit.

»Eine Lesung über Sizilien?« fragte er. »Warum machen Sie das?« und er kritzelte meinen Namen auf seinen Block.
»Weil ich vor einigen Jahren dorthin gereist bin«, antwortete ich.
»Und warum ausgerechnet nach Sizilien?«
»Weil ich Italien, speziell Süditalien interessant finde – oder vielmehr spannend, vielleicht bezaubernd?«
»Hm hm«, machte er und schrieb Unlesbares.
»Nun ja, es könnte genauso gut die Provence, Lissabon oder Prag sein; aber vielleicht wegen der Landschaft, der Leute, der Kunst, der antiken Geschichte?«
»Wegen Geschichte und Kunst also?« 
»Ja und Literatur; also Goethe war da.«
»Ach ja, Goethe war da, … der war also auch da?« Er kritzelte wohl Goethe war auch da auf seinen Block.
»Eben der Atem der Jahrtausende, verstehen Sie …?« sagte ich unsicher.

Sizilien Lesung mit Michael Helm
Stadtbibliothek Herford | 21.08.2020 | 19.30 Uhr | Infos
Im Hinterhof der Stadtbibliothek (open air)
Veranstaltet vom Förderverein Buch.Bar

Der Mann von der Zeitung starrte mich etwas befremdet an. Wieder einmal konnte ich nicht ausdrücken, warum ich etwas tat. Warum in mir dieses Gefühl war, es nicht lassen zu können, etwas zu vermissen, wenn ich es nicht täte. Alles was ich gesagt hatte, war richtig und verständlich und doch, irgendwie …

»Lassen Sie mich eine Geschichte erzählen«, sagte ich und jetzt war ich in meinem Element. »Wissen Sie, in der kleinen Stadt, in der ich aufwuchs, im Ruhrgebiet, fand jedes Jahr ein kleines Volksfest statt. Erbsensuppe, heimischer Honig, gegrillte Würstchen und so. Eine ganze Woche im Mai hatten die Leute rund um das Rathaus und die alte Stiftskirche einen Heidenspaß. Es gab Buden, es gab Musik und Spiele und natürlich diesen Wettlauf, bei dem wir Kinder ein Art Jutesack trugen, weil die Männer in früheren Zeiten die Kartoffeln in riesigen Säcken auf ihrem Rücken zum Marktplatz in den Ort getragen hatten. Im Stolz auf diese Sackträgertradition liefen wir Kinder, angetrieben von den zahlreichen Passanten, mit unseren Kartoffelsäcken und den schlotternden Holzschuhen an unseren Füßen auf dem unebenen Kopfsteinpflaster um die Wette. Ein riesiger Spaß, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde – und jetzt kommt´s – den nicht selten ein Alessio, ein Antonio oder eine Giulia gewann. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, dass es die italienischen Väter waren, die ihre bambini so aufgeregt anfeuerten. Und wenn Antonio am Ende wirklich gewonnen hatte, dann wurde er unter großem Hallo von einem Vater zum nächsten in den Himmel gereicht. 

Es waren die damals so geschimpften „Gastarbeiter“, die mit zunehmender Begeisterung die Stimmung auf unseren Festen ausmachten. Auch wenn sich meine Großeltern ziemlich darüber verwundert haben, dass Gerüche wie Thymian, Majoran und Knoblauch, neben das Bratwurst- und Gulaschsuppenambiente traten, fand ich die ausgelassene Stimmung, die Antonios und Santinos Familien verbreiteten, nahezu ansteckend.

In der Schule hatte ich die Jungen für Nachbarn gehalten und dabei gar nicht an Florenz, Neapel oder Palermo gedacht. Das waren die Jungs von nebenan. Ich sage Ihnen, die Ausgelassenheit deutsch-italienischer Volksfeste hat sich mir eingeprägt und ist zu einem Gefühl von Heimat und Kindheit geworden. 

Das waren die Jungs von nebenan

Und übrigens ist das beste Restaurant in der Stadt unser Sizilianer – der Edelitaliener! Seine Antipasti sind unübertroffen, perfettamente.

Wenn wir ihm erzählen, dass wir seine Heimat besuchen, dann bekommt er funkelnde Augen. Ich weiß, es ist das Glühen des Etnas in seinem Blick, das den Sizilianer vom Pizzabäcker aus Bari unterscheidet. Wenn er Zeit hat, setzt sich Santino zu uns an den Tisch und plaudert. Ihn frage ich, ob es due espressi heißen müsse, um mich nicht in seiner Heimat zu blamieren.

»No no, ganz falsch«, sagt er dann grinsend.

»In Sizilien bestellt niemand due espressi! Due caffè, ganz einfach. Du bestellst due caffè und bekommst was du möchtest. Die Tasse Kaffee, die ihr zu Kaffee und Kuchen bestellt, heißt caffè americano.« Er lacht sich richtig in Rage. »Und bitte bestell´ nie ein …, wie heißt das: ein Kännchen?«

Auch der Reporter schmunzelte nun und stellte keine weiteren Fragen. Ich hätte wahrscheinlich nicht eine wirklich beantworten können und er wäre ja auch gar nicht dazwischen gekommen, denn ich war mit meiner persönlichen sizilianischen Geschichte noch lange nicht fertig …

Michael Helm

Erste Lesung nach der Zwangspause

Ich freue mich!
Wieder einmal auftreten!
Wer hat Lust zu kommen?
Reisen wir doch einfach gemeinsam nach Sizilien.
Wann? Wo? Wie?
Hier gibts alle Infos!

mh

Auch in Bielefeld open air

Normalerweise mache ich im Sommer keine Lesungen. Normalerweise. Nichts ist in C-Tagen normal. Also wird es eine Woche nach der Lesung in Herford (Infos) auch in Bielefeld eine open air-Veranstaltung geben. Veranstalter wird der Runde Tisch. Begegnung Brackwede sein. Bei gutem Wetter ist die musikalische Lesung auf dem Parkplatz hinter der Stadtteilbibliothek Brackwede. Freuen Sie sich auf …

28.08.2020 | 18 Uhr
Leila & Madschnun
Eine alte persische Liebesgeschichte von Nizami
Michael Helm (Lesung), Stefan Kallmer (Klarinette), Habib Yilmaz (Saz) Infos

Für gutes Wetter und moderate Infektionszahlen drücken Sie bitte die Daumen. Ich freue mich auf Sie.
Bleiben Sie gesund.

mh

Erste Open Air-Lesung

Meine erste Lesung nach dem Lockdown wird in Herford stattfinden. Geplant ist sie am 21. August um 19.30 Uhr im Hinterhof der Stadtbibliothek. Es wird eine kürzere Veranstaltung, etwa 70 Minuten, ohne Pause. Thema: Sizilien. Ich bin dem Förderverein der Stadtbibliothek Buch.Bar sehr dankbar für das Engagement um diese Lesung. 

Mit Sizilien verbinde ich persönlich sehr viel. Wir haben die Insel bereist und ins Herz geschlossen. Während des Corona-Höhepunkts wandte sich mein besorgter Blick immer wieder in Richtung Italien. Da wir im Augenblick nicht so unbefangen reisen können, erwartet Sie ein bisschen Sommer, ein bisschen Kultur, ein bisschen Literatur … an der frischen Luft.

Wenn die Fallzahlen und das Wetter mitziehen, freue ich mich auf Sie in Herford. Weitere Infos finden Sie hier. Karten gibt es in der Stadtbibliothek.

Ihr Michael Helm 

Aus dem Block …

Neu! Lesung in Gütersloh

Ich freue mich, im November das erste Mal in der Stadtbibliothek in Gütersloh zu lesen. Mit Morgennatz & Ringelstern wird es um zwei herausragende Wortakrobaten des skurrilen und verdrehten Humors gehen. Mehr dazu gibt es unter Lesungen.

Überhaupt ist es doch schön, wieder solche Ankündigungen wagen zu können.

mh

Nächste Lesung zu George Sand

Die nächste Lesung in Spenge widme ich der französischen Schriftstellerin George Sand und ihrem wohl bekanntesten Buch „Ein Winter auf Mallorca“.

22.09.21 | 19.30 Uhr | Stadtbücherei Spenge | Weitere Infos