Michael Helm

Happy birthday

Am 3. Januar 1892 wurde John Ronald Reuel Tolkien geboren, den wir meist unter J.R.R. kennen. Er ist für mich der Begründer der modernen Fantasy-Literatur. Misst man die Buchregalmeter jährlicher Neuveröffentlichungen in dem Genre, ist das nicht nur ein Segen. Doch er prägte mit Der Hobbit (1937) und Der Herr der Ringe (1954/55) Generationen von Fantasy-Fans und nicht nur diese.

Heute scheint er mir ein vertrauterer Weggefährte denn je. Denn keines meiner Schülerförderleseprojekte läuft ohne ihn. Noch heute brüllen Jungs gerne wie Orks, sabbern wie Gollum oder finden sich in einem seltsam zurückhaltenden, gar ängstlichen Helden mit Köpfchen und Finesse wieder, als Bilbo Beutlin. Man kann ihn eben immer noch vorlesen und vorlesen lassen. Macht uns heute noch viel Spaß! Happy Birthday J.R.R. Tolkien.

mh

Aus dem Block …

Nacht der Bibliotheken

Heute ist die „Nacht der Bibliotheken“, auch in Spenge. Ich hätte dort heute Abend Kurt Tucholsky gelesen. In C-Zeiten natürlich nicht live.

Dabei hatte ich im Dezember noch gehofft: Im März könnte doch wieder etwas gehen, vielleicht im kleinen Rahmen, vielleicht mit wenig Publikum, hinter Masken und Plexiglaswänden, oder doch ohne Gäste? Jetzt findet die Lesung auch ohne Rezitator statt. Der sitzt, wie Sie, zu Hause und liest sich selbst etwas vor.

Dafür hat die fb-Seite der „Stadt Spenge – Kultur und Stadtmarketing“ einen kleinen Auszug, einen Tucholsky-Schnipsel von mir online gestellt. (Danke dafür an Spenge und die Bücherei.)

Das Thema der Nacht der Bibliotheken ist „Einmischen“. Und Tucholsky hat sich eingemischt und würde es auch heute noch tun. Aber dazu dann später wieder mehr … live, ohne Virus, mit Publikum und Live-Einmischung meinerseits.

Wenn ich körperlich auch nicht anwesend sein werde, geistig bin ich bei Ihnen, ohne den Mut und die Hoffnung aufzugeben. Es kommen bessere Tage.

Einen herzlichen Gruß,
Ihr Michael Helm

Brache

Freitags auf dem Block

brachliegendes land
industriebrache industriekultur museum

sitze seit monaten allein
im museum meiner literatur 
literaturbrache 
sprache bis auf weiteres geschlossen

mh