Michael Helm

Carl von Ossietzky starb am 4. Mai 1938

Er war Friedensnobelpreisträger. Er war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Er gab die Berliner Wochenzeitschrift Die Weltbühne heraus. 

Kurt Tucholsky hatte ihn empfohlen. Siegfied Jacobsohn, der Begründer der kritischen Zeitschrift über Politik, Kunst und Wirtschaft, hatte ihn ins Boot geholt. Seit 1926 schrieb er für Die Weltbühne, bis er 1927 – nach dem Tode Jacobsohns – unter Mitarbeit Tucholskys zu ihrem Chefredakteur wurde. 

Der engagierte Demokrat und Pazifist gehörte 1933 zu denjenigen Schriftstellern, deren Werke der Bücherverbrennung zum Opfer fielen. „Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist! Verschlinge, Flamme, auch die Schriften der Tucholsky und Ossietzky!“ Mit diesen Worten flogen ihre Schriften in die Flammen. 

Er wurde von den Nationalsozialisten verhaftet und kam in die Konzentrationslager Sonnenburg und Esterwegen, wo er schwer misshandelt wurde. Einer langjährigen Kampagne von Freunden und Unterstützern ist es zu verdanken, dass er 1936 rückwirkend den Friedensnobelpreis für das Jahr 1935 zugesprochen bekam. Man hatte ihn auf Druck der internationalen Öffentlichkeit schwerkrank aus dem KZ in ein Krankenhaus entlassen. Er stand allerdings weiterhin unter ständiger Bewachung der Gestapo. Zur Preisverleihung durfte er nicht nach Oslo reisen. 

Carl von Ossietzky starb am 4. Mai 1938 an Tuberkulose, als Folge seines Aufenthaltes im Konzentrationslager. 

mh

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