Michael Helm

Zeit für einen alten Schmöker …

Zum 300. Jubiläum seines Erscheinens habe ich mir wieder einmal einen Klassiker hervorgekramt, den ich zuletzt in jungen Jahren gelesen hatte: Robinson Crusoe von Daniel Defoe. Das Buch ist 1719 zum ersten Mal herausgekommen.

Macht es schon Freude, die Schmöker alter Tage mit einem ganz anderen Blick zu lesen, so ist das Vergnügen mit den Bänden der Mare-Buchreihe umso schöner. Wunderbare Ausgaben für Bücherliebhaber, die ihren wohlverdienten Preis haben. Ich halte solche Ausgaben lieber in der Hand, als sie durchzuwischen.

Es ist aufregend, mit reicher gewordener Leseerfahrung durch das Buch zu stöbern, das man einst fast jungfräulich verschlungen hatte. Damals hechelte ich hindurch auf der Suche nach dem Abenteuer. Mehr Zeit bleibt jetzt für jeden Satz, mehr für das einzelne literarische Bild und den einzelnen Gedanken. Auch Genuss will offenbar mit zunehmendem Lesealter erworben sein.

mh

Daniel Defoe, Robinson Crusoe, Mareverlag, 2019, übersetzt von Rudolf Mast

Der Fremde

Vor über 75 Jahren (1942) erschien Der Fremde von Albert Camus bei Gallimard in Paris. Ein Buch, das mich vielleicht mehr bewegt und beeinflusst hat, als manches andere. Eines, das ich wieder und wieder zur Hand nahm und nehmen werde. Gründe dafür weiß auch Denis Scheck in seinem Beitrag des WDR.


Albert Camus, Der Fremde
Deutsch von Uli Aumüller
Rowohlt

Aus dem Block …

Brache

Freitags auf dem Block

brachliegendes land
industriebrache industriekultur museum

sitze seit monaten allein
im museum meiner literatur 
literaturbrache 
sprache bis auf weiteres geschlossen

mh

Schweigen

Keine Lesungen. Bis wann?
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