Michael Helm

Auf der Suche

Freitags auf dem Block

Als Schüler wusste ich, ein gutes Buch würde ich im Regal einer guten Buchhandlung finden. 

Dann lernte ich, dass ein gutes Buch aus wirtschaftlichen Gründen nicht im Regal der Buchhandlung stehen könne, dass es aber innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden bestellbar sei. Super.

Später lernte ich dann die Verlagsbestellung guter Bücher kennen, auf die ich ein bis zwei Wochen warten müsse.

Heute finde ich ein gutes Buch im Verzeichnis der Antiquariate; mit der Hilfe digitaler Technik ist es nicht schwierig, es zu finden. 

Wo werden ich ein gutes Buch morgen aufstöbern? Vielleicht in einem zerschlissenen Regal meines längst leerstehenden Hauses? 

mh

Nicht-Empfehlung der Woche

Es gibt Menschen, die einem Hilfe bei der Auswahl guter Lektüre sind, die wichtigsten: der Buchhändler meines Vertrauens und die, mit meiner Lesebesessenheit vertraute, Bibliothekarin. Letztere entzog meinem neugierigen Blick just eine Neuerscheinung mit den Worten: „schwervermittelbar und stinkt!“ Damit war alles gesagt. (more…)

Aus dem Block …

Nacht der Bibliotheken

Heute ist die „Nacht der Bibliotheken“, auch in Spenge. Ich hätte dort heute Abend Kurt Tucholsky gelesen. In C-Zeiten natürlich nicht live.

Dabei hatte ich im Dezember noch gehofft: Im März könnte doch wieder etwas gehen, vielleicht im kleinen Rahmen, vielleicht mit wenig Publikum, hinter Masken und Plexiglaswänden, oder doch ohne Gäste? Jetzt findet die Lesung auch ohne Rezitator statt. Der sitzt, wie Sie, zu Hause und liest sich selbst etwas vor.

Dafür hat die fb-Seite der „Stadt Spenge – Kultur und Stadtmarketing“ einen kleinen Auszug, einen Tucholsky-Schnipsel von mir online gestellt. (Danke dafür an Spenge und die Bücherei.)

Das Thema der Nacht der Bibliotheken ist „Einmischen“. Und Tucholsky hat sich eingemischt und würde es auch heute noch tun. Aber dazu dann später wieder mehr … live, ohne Virus, mit Publikum und Live-Einmischung meinerseits.

Wenn ich körperlich auch nicht anwesend sein werde, geistig bin ich bei Ihnen, ohne den Mut und die Hoffnung aufzugeben. Es kommen bessere Tage.

Einen herzlichen Gruß,
Ihr Michael Helm

Brache

Freitags auf dem Block

brachliegendes land
industriebrache industriekultur museum

sitze seit monaten allein
im museum meiner literatur 
literaturbrache 
sprache bis auf weiteres geschlossen

mh