Michael Helm

Schloss Gripsholm

Eine Sommergeschichte von Kurt Tucholsky

»Eine der amüsantesten und märchenhaftesten Liebesgeschichten. Ein Buch von Sommer und Liebe«, nannte es Walter Hasenclever. »Doch voll menschlicher Hinter- und Untergründigkeit«, lobte ein anderer Kritiker seiner Zeit. Gemeint war Schloß Gripsholm. Ein Buch voller Leichtigkeit und Tiefsinnigkeit; in schöner Ausgewogenheit hat diese Geschichte beides.

Wie schon in Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte, an das sich diese zweite längere Erzählung von Kurt Tucholsky nicht nur inhaltlich anlehnt, machen sich zwei Verliebte auf in die Ferien, Kurt der Erzähler, alias Peter und Lydia. Das Reiseziel: Schloss Gripsholm in Schweden.

Und wieder zelebriert der scharfzüngige und wortgewandte Publizist der Weimarer Zeit eine Leichtigkeit und Frische, die beide Bücher auszeichnet. Im Gegensatz zum Rheinsberg kennt Schloss Gripsholm, 1931 erschienen, aber auch ernstere Facetten. Am Ende seines Lebens musste Kurt Tucholsky gar im schwedischen Exil leben, verfolgt und verboten von den Nationalsozialisten. Dennoch, typisch für die beiden Sommergeschichten ist das Spielerische, Tucholskys Sinn für den Unsinn und den sprachlichen Ulk.