Michael Helm

Erster Teil der Heine-Lesung in Spenge

vom 02. November 2016

Heinrich Heine 1829

Heinrich Heine 1829

Auf die nächste Lesung in Spenge freue ich mich besonders. Es dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass mein Lieblingsdichter der Herr Heine war und ist. Nicht allein, dass er mir bei so vielen Lesungen in seinem Geburtshaus über die Schulter sah. In Düsseldorf hing hinter uns Rezitierenden sein Porträt und so manches Mal dachte ich, ob ich auch das Wohlgefallen dieses kritischen Geistes finden würde. Er hat mich nie vor die Tür gesetzt!

Hier in Düsseldorf ist auch der Dreiteiler entstanden, den ich – in überarbeiteter Fassung – nun in Spenge präsentieren möchte. Haltet euch schon einmal die Termine auch im Frühjahr 2017 frei! Denn der zweite und dritte Teil folgen dann auf dem Fuße.

Los geht es aber mit Harry – so der jüdische Geburtsname des Dichters – und seiner Romantik. Ich lese – das Singen fällt mir zu schwer – aus dem Buch der Lieder, seinem bekanntesten Frühwerk und beende diesen ersten Teil damit, dass er die Romantik verspottet. Wer aber ist dieser Dichter, der sich da neu erfindet? Ein schwieriger Mensch, ein komplexer Geist. Sonst würde ich mich nicht so ausführlich seiner begeistern. Vielschichtige Menschen haben es mir angetan.

Wie wird aus dem Juden Harry, der Protestant Heinrich? In welchen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen (Besetzung des Rheinlandes durch die französischen Truppen Napoleons) reift der junge Harry zu einem der bedeutendsten deutschen Dichter heran? Heinrich Heines Werk ist durchzogen von autobiografischen Bezügen. Neben den Gedichten gebe ich einen Einblick in die Person, die familiären Umstände und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Heinrich Heine-Dreiteiler (Teil I)
Harry und die Romantik
Vom Romantiker zum großen Europäer
04.11.2016 | 19.30 Uhr | Stadtbücherei Spenge | Poststr. 6a | Tel. 05225 6322
Infos»

Die Lesung findet zugunsten von Asyl Spenge e. V. statt. Alle Einnahmen der Lesung gehen an den Verein, der sich für die Integration und Unterstützung der Flüchtlinge in Spenge einsetzt.

mh

Bildquelle:   Heine 1829 Wikipedia

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